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Wohin geht der Weg der Datenarchivierung im Gesundheitswesen?

06. Aug. 2017
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Tags: Datenarchivierung, DMS, Cloud
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Author: Frank Bergs

Die in einem Krankenhaus erzeugten Daten müssen nicht nur verwaltet, sondern zum Teil bis zu 30 Jahre lang archiviert werden. Das trifft sowohl für papierbasierte als auch für digital vorliegende Daten und für Dokumente genauso wie für Bilder zu. Ideal wäre doch ein Universalarchiv für die Ablage aller Patientendaten zu schaffen, was die einschlägigen Datenschutzkriterien erfüllt, Beweissicherheit verspricht und statt dokumentenorientiert, datenbasiert arbeitet. Nicht wenige Anwender und Krankenhaus IT-Leiter wünschen sich dieses Universalarchiv eingebunden in ihr Krankenhaus Informationssystem (KIS). Aber Realität und Anspruch liegen leider dort weit auseinander. Die hohe Komplexität in der Verarbeitung verschiedener Datenformate aus heterogenen IT-Systemen für die unterschiedlichsten Anwendungen machen diesen Traum schnell zunichte. Wir können uns trotz der vorgegebenen Standards wie ASCII, PDF/A, TIFF, JPEG, DICOM, HL7 und den definierten IHE Profilen nicht der Tatsache verwehren, dass es nur mit der Hilfe von einzelnen Speziallösungen im Dokumentenmanagement und der Archivierung irgenwann auf eine halbwegs funktionierende Hybridlösung (KIS und Archiv) hinausläuft. Welche Rolle in Zukunft die Archivierung von Gesundheitsdaten in der Cloud spielen wird, ist überdies noch nicht abzusehen. Ich bin gespannt, wann der erste KIS-Anbieter auf dem Markt eine professionelles DMS (Datenmanagementsystem) und Archiv ALLER Daten der unterschiedlichen IT-Systeme anbietet, welches voll und ganz in die eigene KIS Bedien- und Oberflächenstruktur eingebettet ist.

Quellen:

Quelle Bild: https://www.pexels.com/photo/batch-books-document-education-357514/

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