Merken

Was Hunde in der medizinischen Therapie leisten können

14. Aug. 2018
/
0 Kommentare
/
Tags: Geriatrie, Therapiehund, Reha
/
Author: Frank Bergs

Der Nutzen von Tieren als »Co-Therapeuten« ist vielfach belegt und unbestritten. Viele geriatrische Einrichtungen und Kinderonkologien setzen zunehmend auf die "Kollegen" auf vier Pfoten.

Dass Tiere als therapeutisches Arbeitsmittel dienen, hört man immer häufiger. Die Delphintherapie und auch Reittherapie ist insbesondere für Erwachsene, Kinder und Menschen mit schweren körperlichen und gesitigen Behinderungen schon seit längerer Zeit im Einsatz. Diese Therapien sprechen den Menschen ganzheitlich an und geben zudem bei Depressionen, Burnout und anderen Krankheitsbildern positive Impulse.

Deutlich seltener ist es, einen Therapiebegleithund in einem Akutkrankenhaus einzusetzen. Insbesondere in den geriatrischen Abteilungen einiger Krankenhäuser in Deutschland leisten Therapiehunde schon heute gute Dienste. Es zeigt sich, dass diese Therapieform bei den älteren Menschenunter anderem zu einer Verbesserung der visuellen, auditiven und taktilen Wahrnehmung führen und sich zudem Ausdauer, Beweglichkeit und Konzentration der Patienten verbessern lassen. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich eine Aktivierung der kognitiven Fähigkeiten und der zwischenmenschlichen Kommunikation erreichen lässt. Zudem empfinden die Patienten die tiergestützte Therapie als positive Abwechslung und Ablenkung im Klinikalltag.

Das bezeichnende aber ist auch, dass ein Therapiehund nicht beurteilt und verurteilt, ob die Menschen alt, jung, sprechend oder nicht sprechend, traurig oder fröhlich sind. Vielen Patienten fällt es auch leichter sich für Behandlungsansätze zu öffnen, wenn Therapiehunde einbezogen werden in den Behandlungsprozess. Wenn man alle Beteiligte im Pflegeprozess fragt, ist der Therapiehund oft die Brücke zwischen Ärzten, Therapeuten, Pflegepersonal und den Patienten.

Natürlich müssen bei dem Einsatz von Therapiehunden auch einige Auflagen erfüllt werden. Hygieneauflagen, spezielle Therapieräume und gut ausgebildete Therapiehunde sind die Grundvorraussetzung. Hinzu kommt die Akzeptanz aller Mitarbeiter und der Klinikleitung sich mit dieser Therapieform auseinanderzusetzen.

Patienten empfinden die Beschäftigung mit dem Therapiehund nicht als Arbeit, sondern als beglückendes Erlebnis, da das allgemeine Wohlbefinden gefördert wird oder einfach mal für einen Moment die Sorgen und Ängste beim Kuscheln mit den Tieren vergessen werden. 

Die Kostenträger haben auch schon länger diese Therapieform anerkannt und rechnen den Einsatz eines Therapiehundes wie eine klassische Ergotherapiestunde ab. Was früher aus hygienischen Gründen in einem Akutkrankenhaus kaum vorstellbar ist, ist heute schon bei vielen Geriatrien in den Pflegealltag integriert. Es ist doch schön, dass sich diese Therapieform immer häufiger in der Krankenhauslandschaft durchsetzt.

Quellen:

Quelle Text: https://www.therapiedog.de/wp-content/gallery/Presse/09%20-Geriatrie%20Jornal-%20Therapiebegleithund%20auf%20einer%20geriatrischen%20Station.PDF

Quelle Bild: https://www.pexels.com/photo/close-up-photography-of-adult-black-and-white-short-coat-dog-733416/

Schlagwörter:
Frank Bergs
Soziale Kanäle des Authors
Hinterlasse einen Kommentar zum Beitrag