Merken

Telemedizinprojekt für Patienten mit Herzinsuffizienz

20. Sep. 2017
/
0 Kommentare
/
Tags: Telemedizin, Herzinsuffizienz, Telemonitoring
/
Author: Frank Bergs

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet, dass die Techniker Krankenkasse (TK), das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) Stuttgart und der Medizintechnikkonzern Philips einen bundesweiten Vertrag zur telemedizinischen, integrierten Versorgung (IV) von Herzinsuffizienzpatienten geschlossen haben. Das dadurch entstandene Programm „Telemedizin Herz“ soll durch eine intensive Beobachtung der Daten und der frühzeitigen Reaktion auf Verschlechterungen des Gesundheitszustandes der Patienten helfen, Krankenhauseinweisungen oder längere Kranken­haus­auf­enthalte zu vermeiden und somit Kosten einsparen. * Ob ein konkreter Nutzen durch Telemonitoring bei Herzinsuffizienz-Patienten erreicht werden kann, hängt von einem strikten Monitoring des gesamten Projektes ab. Erst kürzlich hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) diesen möglichen Nutzen noch als "unklar" bezeichnet. Erfreulich ist aber, dass endlich Bewegung in die telemedizinische Projektlandschaft kommt und sich Kostenträger mit Leistungsanbietern und Technologieprovidern aktiv mit der Thematik auseinandersetzen und in die praktische Umsetzung gehen. Letztendlich kommt es doch darauf an, wieviele Menschen durch das Telemonitoring vor dem plötzlichen Tode durch Herzinsuffizienz bewahrt werden können oder Krankenhausaufenthalte vermeiden. Natürlich wird die Kostenträger dabei interessieren, ob sich Kosteneinsparungen dadurch ergeben. Wenn Beides gewährleistet ist, dann haben alle Beteiligte bei diesem Projekt gewonnen. Nicht zu unterschätzen ist für mich aber auch, dass enge Familienangehörige in diese Prozesse eingebunden werden können. So lassen sich Kinder von herzinsuffizienten Elternteilen, die nicht in unmittelbarer Nähe des Elternhauses wohnen, optimal in die medizinischen Informationsprozesse einbinden. Ein unschätzbarer Vorteil in unserem heutigigen digitalen Informationszeitalter. Da in diesem Projekt die gewonnenen Daten zusätzlich genutzt werden um Patienten und Angehörige mit Textnachrichten und Videos über diese Erkrankung aufzuklären, hat dies einen zusätzlichen präventiven Charakter. Ich bin schon sehr gespannt auf die Auswertung dieses Telemedizinprojekts in den kommenden Monaten.

Quellen:

Quelle Text *: Deutsches Ärzteblatt - Mittwoch, 20. September 2017 - Bericht: Telemedizin soll Krankenhauseinweisungen verhindern.

Quelle Bild: https://www.pexels.com/photo/board-chalk-chalkboard-color-220057/

 

Frank Bergs
Soziale Kanäle des Authors
Hinterlasse einen Kommentar zum Beitrag