Merken

Präventionsgesetz: Wo stehen wir 2 Jahre nach der Einführung?

17. Oct. 2017
/
0 Kommentare
/
Tags: Präventionsgesetz, mHealth, Prävention
/
Author: Frank Bergs

Am 18. Juni 2015 hat der Deutsche Bundestag das Präventionsgesetz verabschiedet. Es soll neben der Gesundheit im Allgemeinen auch die betriebliche Gesundheit stärker fördern und schützen. Aber immer noch ist vielen Bürgern nicht bekannt, was dieses Gesetz überhaupt beeinhaltet. Das große Ziel der damaligen Bundesregierung war es, dass mit Hilfe des Präventionsgesetzes (PrävG) die vielen Akteure im Gesundheitswesen alle an einem Strang ziehen. So sollten die Krankenkassen, die Pflegekassen, die Renten- und die Unfallversicherungsträger und alle anderen Gesundheitsdienstleister in Bund, Ländern und Kommunen ihre Ressourcen stärker bündeln und sich auf gemeinsame Vorgehensweisen und Ziele verständigen. Dies ist auch im Wesentlichen passiert, aber es klaffen noch einige Lücken. Die Unterstützung der betrieblichen Gesundheitsförderung durch die Krankenkassen ist nur zum Teil umgesetzt. Außerdem sollen die Krankenkassen die gesetzlichen Unfallversicherungsträger davon in Kenntnis setzen, wenn sie »Zusammenhänge zwischen Erkrankungen und Arbeitsbedingungen gewonnen haben.« Angestrebt war weiterhin, dass bei zukünftigen Check-up's bei Ärzten eine Empfehlung zu Präventionskursen ausgesprochen werden soll - etwa zur Bewegung, Ernährung oder Stressbewältigung und eine Überprüfung des Impfstatus. Ich habe leider bis heute keine Empfehlungen erhalten, auch teilweise auf Nachfrage nicht. Auch sollten die Pflegekassen den neuen Auftrag erhalten, Leistungen zur Gesundheitsförderung in teil- oder vollstationäre Pflegeeinrichtungen zu erbringen. Das ist eher selten der Fall. Ganz und gar fehlt mir noch persönlich im Präventionsgesetz die Einbindung von mHealth und Wearables, die insbesondere präventiv bei chronisch Erkrankten Patienten schnell Informationen an Leitstellen und notärztliche Überwachungsdienste übermitteln können. Noch immer ist pauschal nicht geregelt, wer die Kosten für dieses Services übernimmt.

Fazit: Ein Anfang ist gemacht, aber es braucht noch einigen politischen Willen das erklärte Ziel zu erreichen: die Gesundheitschancen für alle Menschen zu erhöhen.

Quellen:

Quelle Text: bundesgesundheitsministerium.de

Quelle Bild: https://www.pexels.com/photo/healthy-clouds-high-line-girl-110470/

Frank Bergs
Soziale Kanäle des Authors
Hinterlasse einen Kommentar zum Beitrag