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Nanomedizin - Chancen und Risiken

18. Dec. 2017
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Tags: Nanomedizin, Nanotechnologie, Nanoverfahren
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Author: Frank Bergs

Der Einsatz von Nanotechnologien und Nanomaterialien in der Medizin birgt große neuartige Potentiale und damit auch die Chance, sich Krankheitsbildern zu nähern, die vorher im Rahmen der Diagnostik und Behandlung nur schwer erreichbar waren. 

Mit Techniken zur Früherkennung von Krankheiten und in manchen Fällen sogar von entsprechenden Veranlagungen hat die Nanomedizin das Potenzial, die Tür zur präventiven Medizin zu öffnen. Aber neben den vielen Chancen, die sich durch die Nanotechnologie bieten, birgt der Einsatz von Nanopartikeln in der Medizin auch einige nicht kalkulierbare Risiken.

Die Nanotechnik ermöglicht den direkten Zugang zur Atom- und Molekülebene und soll insbesondere bei der Krebsbehandlung dort eingesetzt werden, wo der Ursprung bzw. der Tumor der Erkrankung sitzt oder vermutet wird. Heute experimentieren Ärzte bereits mit einer Krebsbehandlung, in der magnetische Nano-Eisenoxidteilchen den Tumor elektromagnetisch anheizen und dadurch die Krebszellen zerstören. Doch Nanopartikel könnten auch Zellwände durchdringen und sich in Bereichen ablagern, wo sie eigentlich nicht hingehören und für Störungen auf Zellebene sorgen.

Auf der Medikamentenebene ist festzustellen, dass schon weit mehr als 100 Medikamente Nanopartikel enthalten. Ziel hier ist in erster Linie die Verbesserung der Wirksamkeit des Medikaments durch gezielte Entfaltung am eigentlichen Krankheitsherd. Doch auch in der Diagnostik schreitet die Entwicklung schnell voran. Mit Hilfe von Nanoteilchen, die sich an Organstrukturen anhaften, können zum Beispiel Tumore sichtbar gemacht werden. Im Bereich der Implantate lassen sich durch die Beschichtung mittels Nanotechnologie auch erstaunliche Erfolge erzielen zur Abwehr von Fremdkörpern und der Bioverträglichkeit von körpereigenen Organen und künstlichen Produkten.

Die Frage aber steht immer noch im Raum, was mit der Nanomedizin auf der einen Seite in medizinischer und technischer Eebene möglich ist und was auf der anderen Seite ethisch dabei vertretbar ist.

Nicht auszumalen, was nach dem Einsatz von Medikamenten mit Nanopartikeln passieren kann, wenn sie auf der militärischen Eebene gezielt eingesetzt werden. Zumal hier die Forschung zur Überschreitung der Blut-Hirn-Schranke im Gehirn schon weit fortgeschritten ist. 

Daher kann nur die Konsequenz sein, dass alle Produkte, die Nanopartikel enthalten und mit Hilfe der Nanotechnologie ihre Wirksamkeit im menschlichen Körper entfalten, in einem zentralen Melderegister aufgeführt werden und einer Risikoklassifizierung unterliegen. Zudem ist es dringend notwendig, sich in Langzeitbeobachtungen mit der Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen von Medikamenten und Produkten aus dem Bereich der medizinischen Nanotechnologie auseinander zu setzen. 

Sicher ist, dass im Bereich der Nanomaterialien und -verfahren die Risikoforschung verstärkt werden muss und dafür auch genügend Forschungsgelder zur Verfügung stehen. 

Quellen:

Quelle Text: Bericht auf Heilpraxisnet.de - Nanomedizin: Nanopartikel in der Medizin

Quelle Bild: https://www.pexels.com/de/foto/analyse-ausrustung-dof-drinnen-256262/

 

Frank Bergs
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