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Mental Health: Programme für Mental Health auf dem Vormarsch

20. Oct. 2018
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Tags: Mental Health, Prävention, Gesundheitsförderung
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Author: Frank Bergs

Der Gesellschaftliche Wandel stellt das Thema Mental Health immer mehr in den Vordergrund. Doch was verbrigt sich für uns Menschen hinter dieser Begrifflichkeit?

Mental Health, also unsere psychische Gesundheit, beinhaltet unser emotionales, psychologisches und soziales Wohlbefinden. Unsere psychische Gesundheit beeinflusst wie wir denken, fühlen und handeln. Sie hilft auch zu bestimmen, wie wir mit Stress umgehen, uns auf andere beziehen und unsere Entscheidungen treffen. Psychische Gesundheit ist in jeder Phase des Lebens wichtig, von der Kindheit und Jugend bis zum Erwachsenenalter und hilft zudem körperliche Erkrankungen zu vermeiden.

In Staaten wie den USA, Indien und Australien sind Mental Health Programme schon längst unter staatlicher Aufsicht und werden sehr aktiv gefördert. Dazu gehört auch der bessere Zugang zu telematischen Gesundheitsservices, insbesondere für Menschen in strukturarmen Regionen.

Wirft man einen Blick auf unsere europäischen Nachbarn stellt man fest, dass diese Programme bereits fest etablierte Komponenten der Regelversorgung sind. In Deutschland ist die Verbreitung von E-Mental-Health-Produkten jedoch durch eine fehlende Kostenerstattung und Unsicherheiten in der Auslegung der ärztlichen und psychotherapeutischen Berufsordnung eingeschränkt.

Internetgestützte Interventionen –  auch E-Mental-Health-Produkte genannt – können in verschiedenen Phasen der Erkrankung dazu beitragen, Symptome zu lindern und Belastungen zu reduzieren. Das Einsatzspektrum reicht von universeller und gezielter Prävention für Risikogruppen über psychotherapeutische Internet-Interventionen zur Überbrückung von Wartezeiten, als Ergänzung herkömmlicher Methoden bis hin zur Rückfallprophylaxe nach Abschluss einer Behandlung. 

Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderungen hat die Bundesregierung gemeinsam mit den gesetzlichen Krankenkassen im Mai 2017 den Weg frei gemacht zur koordinierten betrieblichen Gesundheitsförderung. Hierzu sollen BGF-Koordnierungsstellen aktiv Unternehmen mit Beratungsexpertise im Aufbau der betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützen.

Auch im außerbetrieblichen Umfeld sind in den vergangenen Jahren von den Krankenkassen mannigfaltige Angebote an ihre Versicherten angeboten worden. Häufig auch mit Bonusprogrammen verknüpft, die einen besonderen Anreiz bieten an diesen Programmen teilzunehmen.

Die Zahl der Arbeitsausfälle wegen psychischer Probleme ist in den vergangenen zehn Jahren überproportional stark gestiegen. Laut Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts (WIdO) der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) aus dem Jahr 2016 ging eine psychische Erkrankung im Schnitt mit einer Fehlzeit von 25,7 Arbeitstagen einher. Gerechnet auf alle Erkrankungsarten – inklusive der psychischen – fehlten die Erwerbstätigen durchschnittlich 11,7 Tage pro Krankheitsfall. Ein enormer wirtschaftlicher Schaden für unsere Volkswirtschaft und ein überproportionaler Kostenfaktor für die Kostenträger im Gesundheitswesen.

Daher ist es sehr zu begrüßen, dass Mental Health Programme verstärkt Einzug halten und aktiv durch die Bundesregierung und die Kostenträger unterstützt werden. Nach wie vor bleibt es aber wichtig, dass für E-Mental-Health-Produkte schnell ein für alle Beteiligte guter Weg gefunden wird, wie eine Kostenerstattung für die einzelnen Leistungsträger vorgenommen werden kann.

So bleibt zumindest zur Zeit das Angebot der Krankenkassen für ihre Versicherten, an Gesundheitskursen und Programmen der betrieblichen Gesundheitsförderung aktiv teilzunehmen. 

Quellen:

Quelle Text: DGPPN; BGF-Koordinierungsstelle; Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts (WIdO) der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK);

Quelle Bild: https://www.pexels.com/photo/healthy-person-people-woman-40974/

Frank Bergs
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