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Lösen Pflegeroboter in Zukunft unseren Pflegenotstand?

13. Feb. 2018
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Tags: Pflege, Pflegeroboter, Serviceroboter
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Author: Frank Bergs

Schätzungen der Versicherungswirtschaft und des statistischen Bundesamtes gehen davon aus, dass sich bis 2050 die Zahl der Pflegebedürftigen auf mehr als 4,5 Millionen verdoppelt. Pflegeroboter könnten die Lösung sein. Nur Utopie, oder sind Pflegeroboter schon im kommen?

Dort, wo der demografische Wandel noch weiter fortgeschritten ist als in Deutschland, gibt es Pflegeroboter mit starken Armen, die alte Menschen aus dem Bett hieven und noch viel mehr können.

Werfen wir mal einen Blick auf den asiatischen Raum. In China ist das Gesundheitssystem seit vielen Jahren schon dramatisch überlastet. Auf derzeit 1000 Patienten kommen gerade mal 1,5 Ärzte. Hinzu kommt, dass die potentielle Zahl der Arztbesuche aufgrund der alternden Bevölkerung pro Jahr um mehr als 6 % wächst. 

Mit modernen Technologien wollen Firmen und der chinesische Staat den Gesundheitssektor daher effizienter gestalten. Der Einsatz von intelligenten Robotern in der Pflege, bei der OP-Unterstützung, aber auch in Transport- und Logistik von Medizinprodukten und Arzneimitteln oder bei der Spracheingabe von medizinischen Berichten und Patientendaten, ist schon heute in China keine Seltenheit. Interessant ist hier, dass wir Westeuropäer bei der Nutzung dieser neuen Technologien wesentlich zögerlicher sind, als die Chinesen.

Ein weiteres Beispiel für den Einsatz von Robotern in der Pflege ist Japan. Schon vor über 10 Jahren wurden in Japan sogenannte "Waschroboter" eingesetzt, die ältere und pflegebedürftige Personen gewaschen haben. Für uns in Deutschland zur Zeit noch unvorstellbar, da die Bereitschaft, sich bei Alltagsdingen wie Haarewaschen, Trinken oder Gehen von Maschinen helfen zu lassen, deutlich geringer ist.

Ein Trend der aber zu beobachten ist, ist der Einsatz von intelligenter Technik aus dem Bereich AAL, wie Bewegungsmelder, Fallsensoren und anderen Überwachungsmechanismen, die in einigen Wohnumfeldern des betreuten Wohnens, aber auch im häuslichen Umfeld zum Einsatz kommen. Stellen wir uns aber die Szenarien eines Pflegenotstands in der Zukunft mal deutlicher vor, kommen wir nicht umhin, uns auch mit dem Thema Pflegeroboter mal intensiv auseinander zu setzen.

Das ehemals deutsche Unternehmen Kuka, jetzt in chinesischer Hand, bereitet sich schon aktiv auf diesen Zukunftsmarkt vor. Neben den klassischen Industrierobotern sind Maschinen für Pflegeheime schon in der Planungsphase. Dieses Projekt zielt in erster Linie darauf ab Serviceroboter zu bauen, damit den menschlichen Pflegern mehr Zeit bleibt, um sich um die Bewohner zu kümmern.

Wenn man ehrlich ist, ist der Schritt zum klassischen Pflegeroboter dann auch nicht mehr weit. Warten wir ab, was da auf uns zukommt in den nächsten 10 Jahren.

 

Quellen:

Quelle Text: Bericht aus der Welt - Roboter pflegen alte billiger; Bericht aus Versicherungswirtschaft heute - Pflegeroboter lösen Demographieproblem

Quelle Bild: https://www.pexels.com/de/foto/alt-bank-burgersteig-draussen-320442/

 

Frank Bergs
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