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Elektronische Gesundheitskarte - Never ending story!

03. Aug. 2017
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Tags: Elektronische Gesundheitskarte, Cloud, T-Systems
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Author: Frank Bergs

Die elektronische, maschinenlesbare Gesundheitskarte mit Lichtbild soll bundesweit den Datenaustausch zwischen Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen erleichtern, so das hehre Ziel. Fast wöchentlich erhält man aber seit Jahren von diversen beteiligten Projekt-Akteuren Meldungen, die bei den neutralen Betrachtern für vermehrtes Kopfschütteln sorgen. Ich persönlich fühle mich bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte an die vielfach angekündigte Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg erinnert: Viel Investment, keine klare Struktur, Pannen bei der Projekttierung und Systeme, die jetzt schon veraltet sind und nicht den geforderten Sicherheitsstandards entsprechen, bevor überhaupt damit gearbeitet werden kann. Jetzt schreibt zudem noch die Süddeutsche Zeitung, dass die Spitzenverbände von Ärzten, Krankenkassen, Kliniken und Apothekern festgestellt hätten, die verbleibende Zeit von einem Jahr würde nicht ausreichen, um alle Arztpraxen mit einem Lesegerät für die Karten zu versorgen. Anscheinend hat T-Systems auch noch Lieferschwierigkeiten bei der Auslieferung der Lesegeräte. Was für eine Farce. Aber vor dem Start ist nach dem Start. Vielleicht besinnen sich alle beteiligten Akteure ja noch mal um und drehen das ganze Rad zurück? Eventuell ist es doch besser über gesicherte Daten in einer Cloud nachzudenken, bevor man weitere Millionen für eine technische Infrastruktur ausgibt, die übermorgen schon wieder veraltet ist und den eigentlichen Nutzen in Frage stellt. Warten wirs ab. Wir Deutsche sind ja geduldig mit technischen Infrastrukturprojekten. Übrigens, Berlin-Brandenburg soll ja auch schon Ende 2019 geöffnet werden ...

Quellen:

Quelle Bild: https://www.pexels.com/photo/black-and-white-blood-pressure-gauge-business-computer-263370/

Frank Bergs
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