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E-Learning im Gesundheitswesen

04. Jan. 2018
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Tags: E-Learning, digitales Lernen, LMS
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Author: Frank Bergs

E-Learning ist in aller Munde. Auch die Gesundheits- und Pflegebranche sieht darin eine sinnvolle, notwendige und vor allem effiziente Methode der Fort- und Weiterbildung, insbesondere beim Thema "Pflichtunterweisungen der Mitarbeiter".

Kurse zu Themen der Arbeitssicherheit, des Brand- und Strahlenschutzes, der Hygiene, des Datenschutzes oder des allgemeinen Qualitätsmanagement liegen dabei in der Gunst ganz vorne. Aber auch Einweisung von Medizinprodukten per E-Learning bzw. die Schulung im Umgang mit komplexen Medizingeräten oder IT-Systemen, können effektiv über E-Learning-Tools vermittelt werden.

Aufgrund von knappen zeitlichen Ressourcen der Mitarbeiter im Klinikalltag, lassen sich Präsenzschulungen immer schwerer in den Arbeitsprozess integrieren. Hier bietet das digitiale Lernen eine gute Ergänzung. Um die Unterweisungen mit E-Learning erfolgreich und rechtssicher durchführen zu können, sind jedoch einige Voraussetzungen zu erfüllen.

Zunächst ist es erforderlich, dass die Einrichtung über eine passende IT-Infrastruktur verfügt, damit die digitalen Unterweisungen durchgeführt werden können. Jedem Mitarbeiter muss auch die Zeit zur Durchführung der Schulung, aber auch zum Vertrautmachen des Schulungssystems gegeben werden. Dies gilt insbesondere für die Mitarbeiter, die bislang wenig oder auch gar keine IT-Erfahrung haben und möglicherweise Vorbehalte gegenüber der Technik haben.

Der Gesetzgeber regelt zudem klar, welche Vorschriften bei digital durchgeführten Schulungsmaßnahmen vollständig umgesetzt werden müssen. Dies beinhaltet unter anderem, dass Unterweisungen immer arbeitsplatzspezifisch aufbereitet und zur Verfügung gestellt und die Kurse mit einer Prüfung abgeschlossen werden müssen.

Gesundheitseinrichtungen sollten darauf achten, dass sie einen E-Learninganbieter wählen, der sich nicht nur mit der fachlichen Thematik auskennt, sondern auch die Besonderheiten und Gepflogenheiten eines Klinikalltags versteht. Zudem sollte der Gesundheitseinrichtung auch immer ein zentraler Ansprechpartner des E-Learninganbieters zur Verfügung stehen, der beispielsweise für Rückfragen zum Schulungsthema oder bei technischen Problemen zur Verfügung steht.

E-Learning ist auch ideal zur Ergänzung bei praktischen Unterweisungen. Denn bei Schulungen zum Thema Erste-Hilfe, Hygiene in kritischen klinischen Bereichen oder auch bei Feuerschutzübungen, sollte die praktische Übung nie außen vor bleiben.

Wichtig erscheint mir aber noch im ganzen Prozess, dass alle Schulungen und E-Learning-Maßnahmen in einem Lernmanagementsystem (LMS) dokumentiert werden. Die Vorraussetzung dafür ist die Speicherung der Lerndaten. Dagegen gibt es aber mitunter Widerstand der Mitarbeiter. Eine klar dokumentierte, und auch jedem Mitarbeiter zugängliche Datenschutzregelung, kann hier aber Abhilfe schaffen. Externe Datenschutz-Zertifizierungsstellen können dabei behilflich sein.

Fazit: E-Learning ist aus dem Schulungsprozess der Mitarbeiter im Sozial- und Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Wichtig ist nur, die Mitarbeiter bei diesem Prozess mitzunehmen und eine Infrastruktur über eine LMS aufzubauen, welche allen datenschutzrechtlichen Bedingungen standhält.

 

Quellen:

Quelle Bild: https://www.pexels.com/de/foto/ausdruck-briefe-buchstaben-design-247819/

 

Frank Bergs
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